paygaps

Pay-Gap-Software

Was eine Pay-Gap-Software rechnen muss

Eine Pay-Gap-Software berechnet aus Gehaltsdaten den Unterschied zwischen dem Entgelt von Frauen und Männern. Für den Entgeltbericht nach Art. 9 der Richtlinie (EU) 2023/970 genügt eine Zahl nicht: verlangt sind Mittelwert und Median, variable Bestandteile, Quartile und die Lücke je Gruppe gleichwertiger Arbeit, mit Teilzeit auf Vollzeit gerechnet. paygaps rechnet all das aus Ihren Gehaltsdaten.

Import aus DATEV, Personio, Workday, Sage HR, SAP SuccessFactors® oder per CSV.

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Jonas, Controlling
sucht, wo die Lücke sitzt

Anforderungen

Die Werte nach Art. 9 und was dazugehört

Diese Werte verlangt Art. 9 Abs. 1 der Richtlinie im Entgeltbericht. Dazu kommen die Umrechnung von Teilzeit, der Schutz kleiner Gruppen und die Begründung von Unterschieden.

Anforderungen an eine Pay-Gap-Software und ihre Umsetzung in paygaps
AnforderungWarumIn paygaps
Mittelwert und MedianArt. 9 Abs. 1 Buchst. a und c verlangen beide Werte.Rechnet beide, gesamt und je Gruppe.
Variable Bestandteile getrenntArt. 9 Abs. 1 Buchst. b, d und e: Lücke und Anteil der Frauen und Männer mit Bonus, Zulagen oder Prämien.Weist jeden Entgeltbestandteil einzeln aus.
QuartileArt. 9 Abs. 1 Buchst. f: Anteil der Frauen und Männer in jedem Entgeltquartil.Teilt die Belegschaft in vier gleich große Entgeltgruppen.
Gruppen gleichwertiger ArbeitArt. 9 Abs. 1 Buchst. g und Art. 10 messen die Lücke je Gruppe, nicht nur gesamt. Welche Arbeit gleichwertig ist, folgt aus Kompetenzen, Belastungen, Verantwortung und Arbeitsbedingungen (Art. 4 Abs. 4).Bildet die Gruppen aus der Stellenbewertung.
Teilzeit vergleichbar machenDie Richtlinie vergleicht Jahres- und Stundenentgelt (Art. 3 Abs. 1 Buchst. b). Wer Teilzeitgehälter ohne Umrechnung mittelt, misst die Arbeitszeit statt der Bezahlung.Rechnet jedes Gehalt mit Ihrer Regelarbeitszeit auf Vollzeit um. Ein Teiljahr wird nie hochgerechnet.
Kleine Gruppen schützenBei sehr wenigen Personen verrät die Lücke ein einzelnes Gehalt.Zeigt keine Lücke, solange je Geschlecht weniger als drei Personen in der Gruppe sind.
Begründungen festhaltenAb 5 % in einer Gruppe muss der Arbeitgeber den Unterschied mit objektiven, geschlechtsneutralen Kriterien rechtfertigen oder ihn beheben (Art. 10).Speichert Begründung und Anpassungsplan je Gruppe mit Person und Datum.

Formel

Welche Formel paygaps anwendet

Das durchschnittliche Entgelt der Frauen wird von dem der Männer abgezogen und durch das der Männer geteilt. So rechnen Eurostat und das Statistische Bundesamt, und so definiert die Richtlinie das Entgeltgefälle (Art. 3 Abs. 1 Buchst. c). Das Ergebnis heißt unbereinigt, weil es nichts herausrechnet.

Unbereinigt

(Ø Männer − Ø Frauen) ÷ Ø Männer × 100

Maßstab für den Bericht nach Art. 9 und die 5-%-Schwelle nach Art. 10. Positiv heißt: Männer verdienen mehr. Statt des Mittelwerts (Ø) lässt sich derselbe Bruch mit dem Median rechnen.

Bereinigt (Regression)

ln(Gehalt) ~ Geschlecht + Gruppe + Berufserfahrung + Arbeitszeit

Eine lineare Regression (OLS) schätzt, welcher Unterschied bleibt, wenn Gruppe, Berufserfahrung und Arbeitszeit gleich wären. Sie zeigt, wo Sie nach Ursachen suchen. Bereinigt heißt nicht gerechtfertigt: Ob ein Unterschied sachlich begründet ist, prüfen Sie je Gruppe.

Rechenbeispiel

Rechenbeispiel: acht Personen, eine in Teilzeit

So rechnet paygaps eine Gruppe: vier Männer und vier Frauen mit gleichwertiger Arbeit, eine Frau in Teilzeit. Jeder Schritt lässt sich mit dem Taschenrechner nachprüfen.

Eine Gruppe gleichwertiger Arbeit, Jahresgehalt
PersonStundenVertragAuf Vollzeit
Mann 14052.000 €52.000 €
Mann 24055.000 €55.000 €
Mann 34058.000 €58.000 €
Mann 44061.000 €61.000 €
Frau 14050.000 €50.000 €
Frau 23039.000 €52.000 €
Frau 34054.000 €54.000 €
Frau 44057.000 €57.000 €

Frau 2 arbeitet 30 Stunden: 39.000 € × 40 ÷ 30 = 52.000 € auf Vollzeit.

  1. 1. Mittelwerte auf Vollzeit

    Männer: (52.000 + 55.000 + 58.000 + 61.000) ÷ 4 = 56.500 €. Frauen: (50.000 + 52.000 + 54.000 + 57.000) ÷ 4 = 53.250 €.

  2. 2. Lücke im Mittelwert

    (56.500 − 53.250) ÷ 56.500 × 100 = 5,8 %

    Positiv heißt: Männer verdienen im Schnitt mehr. Der Wert liegt über 5 %; ohne objektive, geschlechtsneutrale Begründung müsste der Arbeitgeber handeln (Art. 10).

  3. 3. Lücke im Median

    (56.500 − 53.000) ÷ 56.500 × 100 = 6,2 %

    Der Median ist der mittlere Wert; bei vier Personen der Durchschnitt der beiden mittleren. Er reagiert weniger auf einzelne hohe Gehälter.

  4. Ohne Umrechnung auf Vollzeit

    Mit dem Vertragsgehalt von Frau 2 läge der Mittelwert der Frauen bei 50.000 € und die Lücke bei 11,5 %. Die Hälfte davon wäre Arbeitszeit, nicht Bezahlung.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Pay-Gap-Software

Eine Software, die aus Gehaltsdaten den Unterschied zwischen dem Entgelt von Frauen und Männern berechnet, gesamt und je Gruppe gleichwertiger Arbeit, und die Werte für den Entgeltbericht nach Art. 9 der Richtlinie (EU) 2023/970 ausgibt. Gute Pay-Gap-Software rechnet Teilzeit auf Vollzeit um, schützt kleine Gruppen und hält fest, wie ein Unterschied begründet oder behoben wurde. paygaps ist eine solche Software.

Der unbereinigte Gender Pay Gap ist der Unterschied der Durchschnittsgehälter von Männern und Frauen in Prozent des Männerwerts, ohne etwas herauszurechnen. Der bereinigte rechnet per Regression Einflüsse wie Tätigkeit, Berufserfahrung und Arbeitszeit heraus. Den Entgeltbericht nach Art. 9 der Richtlinie (EU) 2023/970 und die 5-%-Schwelle nach Art. 10 misst man unbereinigt; der bereinigte Wert hilft, Ursachen zu finden.

Beide. Art. 9 Abs. 1 der Richtlinie verlangt im Entgeltbericht die Lücke im Mittelwert (Buchstabe a) und im Median (Buchstabe c), jeweils auch für variable Bestandteile. Der Median ist der mittlere Wert einer sortierten Reihe und reagiert weniger auf einzelne sehr hohe Gehälter.

Teilzeitgehälter werden vor dem Vergleich auf Vollzeit umgerechnet, also Gehalt mal Regelarbeitszeit geteilt durch vertragliche Stunden. Die Richtlinie vergleicht Jahres- und Stundenentgelt. Ohne Umrechnung misst die Lücke vor allem, wer weniger Stunden arbeitet; im Beispiel auf dieser Seite wären es 11,5 % statt 5,8 %.

Nach Art. 10 der Richtlinie folgt eine gemeinsame Entgeltbewertung mit der Arbeitnehmervertretung, wenn in einer Gruppe gleichwertiger Arbeit die Lücke im Mittelwert mindestens 5 % beträgt, der Arbeitgeber sie nicht mit objektiven, geschlechtsneutralen Kriterien rechtfertigt und sie nicht binnen sechs Monaten nach dem Bericht behebt. Gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit gilt aber auch unterhalb von 5 %.

Je beschäftigter Person das Geschlecht, die Stelle, die vertraglichen Wochenstunden und das Bruttoentgelt nach Bestandteilen: Grundgehalt sowie Bonus, Zulagen und Prämien. Für die bereinigte Lücke kommt die Berufserfahrung dazu. paygaps übernimmt, was DATEV, Personio, Workday, Sage HR oder SAP SuccessFactors liefern; fehlende Felder ergänzen Sie per CSV.

Die Richtlinie (EU) 2023/970 hätte bis zum 7. Juni 2026 umgesetzt sein müssen; Stand 27.09.2026 liegt kein deutsches Umsetzungsgesetz vor. Öffentliche Arbeitgeber sind seit dem 8. Juni 2026 unmittelbar gebunden. Für private Arbeitgeber gilt bis dahin das Entgelttransparenzgesetz. Die ersten Entgeltberichte nach der Richtlinie sind bis zum 7. Juni 2027 fällig, für Arbeitgeber ab 150 Beschäftigten.

Demo, 45 Minuten

Die Werte nach Art. 9 mit Ihren Daten rechnen

In einer Demo zeigen wir in 45 Minuten, wie paygaps Mittelwert, Median und Quartile aus Ihren Gehaltsdaten rechnet.
Zwei Kollegen sehen gemeinsam auf ein TabletKI-generiertes Bild