paygaps

Kostenloser Rechner

Gender Pay Gap Tool: Wie groß ist die unbereinigte Lücke in Ihrer Gruppe?

Dieses Tool rechnet die unbereinigte Entgeltlücke für eine Gruppe von Beschäftigten, im Mittelwert und im Median. Unbereinigt heißt: Es vergleicht die Gehälter so, wie sie sind, und rechnet keine Merkmale wie Berufserfahrung heraus. Sie fügen die Gehälter ein und sehen das Ergebnis sofort. Die Zahlen bleiben in Ihrem Browser.

Unbereinigte Lücke berechnen

Je Zeile ein Jahresgehalt, bei Teilzeit mit Wochenstunden: 39000; 30. Zwei Spalten aus Excel lassen sich einfügen.

Unbereinigt, Mittelwert
– %
Unbereinigt, Median
– %

Das Ergebnis erscheint, sobald auf beiden Seiten ein Gehalt steht.

Und die bereinigte Lücke? paygaps rechnet sie zusätzlich, per OLS-Regression aus Ihren Daten.

Demo buchen

Kein Hochladen, keine Anmeldung. Die Rechnung läuft in Ihrem Browser, die Eingaben werden nicht übertragen und nicht gespeichert.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Tool rechnet die unbereinigte Lücke einer Gruppe: Abstand der Durchschnitte in Prozent des Männerwerts, dazu derselbe Wert für den Median.
  • Teilzeit rechnet es mit den Wochenstunden auf Vollzeit um. Ein Hochladen oder eine Anmeldung ist nicht nötig.
  • Aussagekräftig ist das Ergebnis, wenn die Gruppe gleiche oder gleichwertige Arbeit leistet.
  • Die bereinigte Lücke rechnet Merkmale wie die Berufserfahrung heraus. Dafür braucht es mehr Daten und eine Regression, das leistet paygaps.
  • Daneben gibt es kostenlose Instrumente wie EG-Check, COMPASS-W und das Schweizer Logib.
  • Für viele Gruppen, Bestandteile, Quartile und den Bericht nach Art. 9 brauchen Sie Software.

Anleitung

Wie nutzen Sie das Tool?

Sie wählen eine Gruppe, fügen die Jahresgehälter ein und geben bei Teilzeit die Wochenstunden an. Das Ergebnis steht direkt unter den Feldern.

  1. 1

    Gruppe wählen

    Nehmen Sie Beschäftigte, die gleiche oder gleichwertige Arbeit leisten, etwa alle Sachbearbeitungen im Einkauf. Über das ganze Unternehmen gerechnet, zeigt der Wert vor allem, wer welche Stellen besetzt.

  2. 2

    Gehälter einfügen

    Tragen Sie je Person das Jahresgehalt ein, Namen braucht das Tool nicht. Vergleichen Sie auf beiden Seiten dasselbe, also nur Grundgehalt oder überall die Gesamtvergütung.

  3. 3

    Teilzeit angeben

    Sind die Gehälter schon auf Vollzeit gerechnet, lassen Sie die Stunden weg. Sonst schreiben Sie die Wochenstunden hinter das Gehalt. Das Tool rechnet dann mit Ihrer Regelarbeitszeit um.

Rechnung

Wie rechnet das Gender Pay Gap Tool?

Das Tool zieht das durchschnittliche Entgelt der Frauen von dem der Männer ab und teilt durch das der Männer. So definiert die Richtlinie (EU) 2023/970 das Entgeltgefälle (Art. 3 Abs. 1 Buchst. c).

  • Mittelwert: Summe der Gehälter geteilt durch die Zahl der Personen. Einzelne hohe Gehälter ziehen ihn nach oben.
  • Median: das mittlere Gehalt, wenn alle der Größe nach geordnet sind. Einzelne hohe Gehälter verändern ihn kaum.
  • Teilzeit: Gehalt mal Regelarbeitszeit geteilt durch die Wochenstunden. Ohne Umrechnung misst die Lücke vor allem die Arbeitszeit.
  • Vorzeichen: Ein positiver Wert heißt, dass Männer im Durchschnitt mehr verdienen, ein negativer, dass Frauen mehr verdienen.

Das Beispiel im Rechner

Vier Männer, vier Frauen, eine Frau arbeitet 30 von 40 Stunden. Beispielwerte.

(56.500 − 53.250) ÷ 56.500 × 100 = 5,8 %

(56.500 − 53.000) ÷ 56.500 × 100 = 6,2 %

Oben der Mittelwert, unten der Median. Jeden Schritt zeigt das Rechenbeispiel mit acht Personen.

Einordnung

Was sagt das Ergebnis aus?

Das Ergebnis zeigt, wie weit die Gehälter von Frauen und Männern in der eingegebenen Gruppe auseinanderliegen. Ob dieser Abstand gerechtfertigt ist, zeigt es nicht.

  • Es ist die unbereinigte Lücke

    Das Tool rechnet nichts heraus, auch nicht Berufserfahrung oder Vergleichsgruppe. Für den Bericht nach Art. 9 und die Schwelle nach Art. 10 zählt diese unbereinigte Lücke.

  • Es gilt nur für diese Gruppe

    Art. 10 misst je Gruppe gleichwertiger Arbeit. Welche Stellen gleichwertig sind, kann das Tool nicht beurteilen. Das ergibt erst eine Bewertung nach Kompetenzen, Belastungen, Verantwortung und Arbeitsbedingungen.

  • Auch unter 5 % gilt gleiches Entgelt

    Nach Art. 10 folgt eine gemeinsame Entgeltbewertung, wenn die Lücke im Mittelwert mindestens 5 % beträgt, nicht gerechtfertigt und nicht binnen sechs Monaten nach dem Bericht behoben ist. Der Anspruch auf gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit hängt an dieser Schwelle nicht.

Stand 06.11.2026: Die Richtlinie (EU) 2023/970 hätte bis zum 07.06.2026 umgesetzt sein müssen. Deutschland hat die Frist verpasst, ein Umsetzungsgesetz ist nicht beschlossen. Öffentliche Arbeitgeber sind seit dem 08.06.2026 unmittelbar gebunden, soweit die Pflichten klar genug bestimmt sind. Für private Arbeitgeber gilt bis zum Umsetzungsgesetz das Entgelttransparenzgesetz, ausgelegt im Licht der Richtlinie. Das Bundesfamilienministerium plant das Inkrafttreten für Anfang 2027, den neuen Auskunftsanspruch und die Berichtspflicht ab Juni 2028; beschlossen ist das nicht. Die Richtlinie selbst sieht erste Entgeltberichte bis zum 07.06.2027 vor (ab 150 Beschäftigten) und bis zum 07.06.2031 (100 bis 149 Beschäftigte). Keine Rechtsberatung.

Quellen: Richtlinie (EU) 2023/970 (EUR-Lex, ABl. L 132 vom 17.05.2023), Antwort der Bundesregierung, Drucksache 21/7026 (Deutscher Bundestag, 08.07.2026), Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie verzögert sich (Haufe Personal, 01.06.2026), Was gilt nach dem 7. Juni 2026? (Noerr, 03.06.2026).

Unbereinigt oder bereinigt

Was ist der Unterschied zwischen unbereinigt und bereinigt?

Die unbereinigte Lücke vergleicht die Gehälter von Frauen und Männern, wie sie sind. Die bereinigte Lücke schätzt per Regression, welcher Abstand bleibt, wenn Merkmale wie Vergleichsgruppe und Berufserfahrung gleich wären. Sie hilft, Ursachen zu finden, und ersetzt die unbereinigte Lücke nicht.

paygaps rechnet beide Werte aus Ihren Daten.

Die unbereinigte Lücke je Vergleichsgruppe und die OLS-bereinigte Lücke, dazu, welcher Faktor wie viel erklärt.

Überblick

Welche Gender Pay Gap Tools gibt es?

Es gibt kostenlose Instrumente von Behörden, eigene Tabellen und kommerzielle Software. Sie beantworten unterschiedliche Fragen: wie groß die Lücke ist, welche Arbeit gleichwertig ist oder ob das Entgeltsystem den Anforderungen entspricht.

Gender Pay Gap Tools im Überblick: Leistung, Grenze und Kosten
ToolWas es leistetGrenzeKosten
Der Rechner auf dieser SeiteLücke einer Gruppe im Mittelwert und Median, mit Umrechnung von Teilzeit.Eine Gruppe je Rechnung. Keine Bewertung der Stellen, kein Bericht, nichts wird gespeichert.Kostenlos
EG-CheckPrüfinstrumente der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, darunter Bestandsaufnahme, GleichWertCheck, Entgeltsystem-Checks, Statistiken und Paarvergleiche. 2026 an die Richtlinie angepasst.Als Dateien oder digital mit Schrittführung, die Daten tragen Sie selbst ein. Einen Bericht nach Art. 9 beschreibt der Anbieter nicht.Kostenlos
COMPASS-WWebanwendung von Bundesgleichstellungsministerium und INES Analytics, die einen Überblick über gleiche und gleichwertige Arbeit geben soll, besonders für kleine und mittlere Unternehmen.Zweck ist die Einordnung der Arbeit. Eine Berechnung Ihrer Entgeltlücke beschreibt der Anbieter nicht.Kostenlos
LogibInstrument des Schweizer Bundes. Modul 1 rechnet ab 50 Beschäftigten eine Regression, Modul 2 nutzt für 2 bis 49 Beschäftigte eine analytische Arbeitsbewertung.Ausgelegt auf das Schweizer Gleichstellungsgesetz, nicht auf den Bericht nach Art. 9.Kostenlos
Eigene Excel-TabelleRechnet, was Sie aufbauen. Für wenige Stellen und eine einmalige Prüfung kann das genügen.Formeln, Zugriffe und Nachweise pflegen Sie selbst.Eigener Aufwand
Software wie paygapsVon der Stellenbewertung über die Lücke je Vergleichsgruppe bis zu Auskunft und Bericht, aus Ihren Gehaltsdaten.Kostenpflichtig, und die Bewertung der Stellen braucht Zeit. Für die einmalige Rechnung einer Gruppe zu groß.Preis auf Anfrage

Arten kommerzieller Software ordnet die Seite Entgelttransparenz Tool ein.

Grenzen

Wann reicht ein Rechner nicht mehr?

Ein Rechner reicht nicht mehr, sobald Sie mehrere Gruppen prüfen oder einen Bericht abgeben müssen. Der Bericht nach Art. 9 verlangt sieben Angaben, und die Lücke je Gruppe setzt eine Bewertung der Stellen voraus.

  • Gleichwertige Gruppen

    Welche Stellen zusammengehören, ergibt eine Stellenbewertung nach den vier Kriterien der Richtlinie.

  • Bestandteile und Quartile

    Der Entgeltbericht trennt Grundentgelt und variable Bestandteile und zeigt die Anteile je Quartil.

  • Ursachen und Begründung

    Die Gender Pay Gap Analyse rechnet je Vergleichsgruppe und hält Begründung und Anpassungsplan fest.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Gender Pay Gap Tool

Zu Daten, Eingaben und Ergebnis.

Nein. Sie tippen die Beträge ein oder fügen sie aus Excel ein. Die Rechnung läuft in Ihrem Browser, die Seite sendet die Eingaben nirgendwohin und speichert sie nicht. Schließen oder laden Sie die Seite neu, sind die Zahlen weg. Namen braucht das Tool nicht.

Das, was Sie vergleichen wollen, auf beiden Seiten gleich und für denselben Zeitraum: nur das Grundgehalt oder die Gesamtvergütung mit Bonus und Zulagen. Der Bericht nach Art. 9 weist beides aus, die variablen Bestandteile getrennt.

Der Mittelwert reagiert auf einzelne sehr hohe oder niedrige Gehälter, der Median kaum. Liegen beide weit auseinander, prägen wenige Personen den Durchschnitt. Der Bericht nach Art. 9 verlangt beide Werte.

Frauen verdienen in dieser Gruppe im Durchschnitt mehr als Männer. Auch das ist eine Lücke. Das Tool färbt den Wert darum nach seinem Betrag, unabhängig vom Vorzeichen.

Das Tool rechnet ab einer Person je Geschlecht. Unter drei Personen eines Geschlechts lässt sich aus der Lücke aber ein einzelnes Gehalt ablesen. paygaps zeigt in diesem Fall keine Zahl, und auch hier sollten Sie den Wert nicht weitergeben.

Aktualisiert am

Leon Sittel, Co-Founder & CEO von paygaps

Kontakt

Lassen Sie uns über Ihren Fall sprechen.

Wir sprechen über Ihren aktuellen Stand bei der Entgelttransparenz, über Ihre Datenquellen und über Besonderheiten wie Tarifverträge oder einen Betriebsrat. Danach wissen Sie, ob paygaps zu Ihnen passt.

Leon Sittel

Co-Founder & CEO

leon.sittel@paygaps.de