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Analyse

Gender-Pay-Gap-Analyse: Wie messen Sie die Entgeltlücke?

paygaps misst die Entgeltlücke aus Ihren eigenen Gehaltsdaten: unbereinigt und OLS-bereinigt, gesamt und je Vergleichsgruppe. Sie sehen, wo die Lücke sitzt, was sie erklärt und was zu tun ist. Alle Pflichtangaben nach Art. 9 der Richtlinie sind enthalten. Auf Wunsch beantwortet der paygaps-Assistent Ihre Fragen aus Ihren Daten.

Entgeltlücke, unbereinigt+6,1 %

Das Wichtigste in Kürze

  • Die unbereinigte Entgeltlücke ist der Abstand zwischen dem durchschnittlichen Entgelt von Männern und Frauen, bezogen auf den Männerwert.
  • Die OLS-bereinigte Entgeltlücke zeigt, welcher Abstand bleibt, wenn Merkmale wie Vergleichsgruppe, Berufserfahrung oder Qualifikation gleich wären. Sie hilft, Ursachen zu finden.
  • Art. 9 Abs. 1 der Richtlinie (EU) 2023/970 nennt sieben Pflichtangaben, Buchstabe a bis g. paygaps rechnet alle sieben automatisch.
  • Zeigt der Bericht in einer Gruppe mindestens 5 Prozent Unterschied, der weder gerechtfertigt noch binnen sechs Monaten behoben ist, folgt eine gemeinsame Entgeltbewertung (Art. 10). Die Ampel in paygaps wird schon ab einer Frühwarnschwelle gelb.
  • Den Jahresbericht exportieren Sie als PDF, Word oder CSV, die Diagramme der Analyse als Bild.
  • Auf Wunsch beantwortet der paygaps-Assistent Fragen wie „Wo ist unsere Entgeltlücke am größten?“ aus Ihren Daten, mit Ursachen und nächsten Schritten.

Grundlagen

Was ist die Entgeltlücke und wie wird sie berechnet?

Die Entgeltlücke, auch Gender Pay Gap, zeigt, wie viel weniger Frauen im Durchschnitt verdienen als Männer. paygaps rechnet sie aus den Gehaltsdaten Ihres Unternehmens, nicht aus Marktdaten. Ein positiver Wert bedeutet: Männer verdienen im Schnitt mehr.

  • Auf Vollzeit umgerechnet

    Alle Gehälter werden auf die Regelarbeitszeit hochgerechnet. Eine halbe Stelle mit 30.000 € ohne Sachbezüge zählt bei 40 Stunden als 60.000 €.

  • Alle Bestandteile

    Grundgehalt, Bonus, Zulagen und Sachbezüge fließen ein und werden zusätzlich einzeln ausgewiesen, mit dem Anteil der Frauen und Männer, die sie bekommen.

  • Schutz kleiner Gruppen

    Unter drei Frauen oder drei Männern zeigt paygaps keine Lücke, sondern „zu klein“. Im Jahresbericht trägt eine Stelle mit weniger als sechs Frauen oder Männern den Hinweis „klein“.

Kennzahlen

Unbereinigte oder bereinigte Entgeltlücke: Was ist der Unterschied?

Beide Zahlen beantworten unterschiedliche Fragen. Die unbereinigte Lücke zeigt den tatsächlichen Abstand. Die bereinigte Lücke zeigt, welcher Abstand bleibt, wenn messbare Merkmale gleich wären. Bereinigt heißt nicht gerechtfertigt: Ob ein Unterschied sachlich begründet ist, prüfen Sie je Gruppe.

Unbereinigte und OLS-bereinigte Entgeltlücke im Vergleich
MerkmalUnbereinigtPflichtOLS-bereinigt
FrageWie groß ist der Abstand tatsächlich?Welcher Abstand bleibt bei gleichen Merkmalen?
BerechnungMittelwert und Median, Männer gegen FrauenRegression auf das logarithmierte Gehalt
ZweckPflichtangabe im Bericht und Maßstab für die Schwelle von 5 %Ursachen finden, Maßnahmen ableiten
Im EntgeltberichtPflicht nach Art. 9 Abs. 1ergänzende, freiwillige Angabe
Mindestgrößedrei Frauen und drei Männer50 Personen, davon je 10 Frauen und Männer, und ein belastbares Modell; darunter nach Vergleichsgruppe bereinigt

OLS-Bereinigung

Wie funktioniert die OLS-bereinigte Entgeltlücke?

Die bereinigte Lücke beantwortet eine einfache Frage: Wie groß wäre der Unterschied, wenn Frauen und Männer in Vergleichsgruppe, Berufserfahrung, Betriebszugehörigkeit und Qualifikation gleich wären? paygaps rechnet das mit einer statistischen Regression, kurz OLS. In der Zerlegung sehen Sie, welches Merkmal wie viel erklärt.

  • Automatisch und aktuell: Nach jedem Import neuer Daten rechnet paygaps das Modell im Hintergrund neu. Sie brauchen keine Statistiksoftware.
  • Faktoren selbst wählen: Vergleichsgruppe und Berufserfahrung sind immer im Modell, Betriebszugehörigkeit und Qualifikation ab Werk. Sechs weitere wie Arbeitszeit, Karrierestufe oder Standort schalten Sie zu.
  • Verständlich und exportierbar: paygaps zeigt, wie belastbar das Ergebnis ist, mit Erklärungskraft und 95-%-Intervall. Die Zerlegung laden Sie als Bild, im Jahresbericht steht die Zahl als ergänzende Angabe.
  • Je Gruppe und Stelle: Dort zeigt paygaps eine erfahrungsbereinigte Lücke, die nur die Berufserfahrung herausrechnet. Sie ist ein Hinweis, kein Nachweis.

Vorsicht bei weiteren Merkmalen

Abteilung, Jobfamilie und Arbeitszeit sind ab Werk nicht im Modell. Sie bilden oft ab, dass Frauen und Männer in unterschiedlichen Bereichen arbeiten. Rechnet man sie heraus, verschwindet genau dieser Teil der Lücke, man spricht von Über-Bereinigung. Wer sie zuschaltet, sollte das begründen können.

Wo die Entgeltlücke herkommt

Auf ein Merkmal zeigen oder tippen

Beispielwerte
  • Ausgangswertnur Geschlecht+6,3 %
  • OLS-bereinigtverbleibende Lücke+2,4 %

Die Vergleichsgruppe erklärt 2,5 Prozentpunkte der Lücke.

erklärt einen TeilvergrößertSchwelle

Beispielwerte, Standardmodell mit vier Merkmalen; 95 %: 0,8 % bis 4,0 %. Die Zerlegung rechnet mit dem Logarithmus der Gehälter und beginnt deshalb nicht genau bei der unbereinigten Lücke von +6,1 %.

Berichtspflicht

Welche Angaben verlangt Art. 9 Abs. 1 der Richtlinie?

Der Entgeltbericht nach Art. 9 der Richtlinie (EU) 2023/970 besteht aus sieben Pflichtangaben. paygaps rechnet jede davon automatisch und zeigt sie im Jahresbericht mit dem passenden Buchstaben.

Pflichtangaben nach Art. 9 Abs. 1 Richtlinie (EU) 2023/970
Buchst.AngabeIn der Analyse
aEntgeltlücke zwischen Frauen und Männern, DurchschnittÜberblick
bEntgeltlücke bei ergänzenden oder variablen Bestandteilen, DurchschnittUnbereinigt, je Bestandteil
cEntgeltlücke, MedianÜberblick
dEntgeltlücke bei ergänzenden oder variablen Bestandteilen, MedianJahresbericht
eAnteil der Frauen und Männer, die ergänzende oder variable Bestandteile erhaltenUnbereinigt, Spalte Bezug M · W
fAnteil der Frauen und Männer in jedem EntgeltquartilVerteilungen, Quartile
gEntgeltlücke je Gruppe von Arbeitnehmern, nach Grundentgelt und variablen BestandteilenJe Vergleichsgruppe

Wann ist der Bericht fällig?

ab 250 Beschäftigten
jährlich
erstmals bis 07.06.2027 für 2026
150 bis 249 Beschäftigte
alle drei Jahre
erstmals bis 07.06.2027
100 bis 149 Beschäftigte
alle drei Jahre
erstmals bis 07.06.2031

So sieht es die Richtlinie vor. Stand 06.11.2026: Die Richtlinie (EU) 2023/970 hätte bis zum 07.06.2026 umgesetzt sein müssen. Deutschland hat die Frist verpasst, ein Umsetzungsgesetz ist nicht beschlossen.

Vom Ergebnis zum fertigen Bericht. Der Jahresbericht in paygaps enthält alle Pflichtangaben, die OLS-bereinigte Lücke als Ergänzung und vor der Bestätigung eine Liste offener Punkte. Pflicht, nächste Frist und Turnus richtet paygaps nach Ihrer Unternehmensgröße aus.

Zum EntgeltberichtPflichtangaben, Bestätigung und Export

Auswertungen

Welche Auswertungen bietet die Analyse in paygaps?

Die Analyse führt Sie in fünf Fragen durch Ihre Daten: Wie groß ist die Lücke? Wo sitzt sie? Was erklärt sie? Wer verdient wo? Wie entwickelt sie sich? Ein Filter nach Abteilung, Vergleichsgruppe, Jobfamilie, Stelle oder Standort gilt für alle Ansichten.

  • Je Gruppe, Stelle und Standort

    Lücke je Vergleichsgruppe und je Stelle, über der Schwelle mit den auffälligen Stellen darin, dazu je Standort.

  • Je Bestandteil

    Grundgehalt, Bonus, Zulagen und Sachbezüge mit dem Durchschnitt von Frauen und Männern und dem Anteil, der sie bekommt.

  • Quartile und Verteilung

    Frauenanteil je Entgeltquartil und jede Person als Punkt. So sehen Sie, ob Frauen in den oberen Vierteln seltener sind.

  • Lückenmatrix

    Vergleichsgruppen gegen Jobfamilie, Abteilung, Karrierestufe oder Standort, jede Zelle nach ihrer Lücke gefärbt.

  • Entwicklung und Handeln

    Die Lücke Monat für Monat. Lücken begründen, Anpassungen planen und den Status verfolgen.

  • Export

    Jahresbericht als PDF, Word oder CSV, Diagramme als Bild, Tabellen als CSV, Paarvergleiche als PDF oder Word.

Messen Sie Ihre Entgeltlücke selbst.

Testen Sie die Analyse 14 Tage lang mit Ihren eigenen Gehaltsdaten.

paygaps-Assistent

Wie hilft der paygaps-Assistent bei der Analyse?

Der paygaps-Assistent ist ein optionaler Begleiter: Die Analyse funktioniert vollständig ohne ihn. Wenn Sie ihn einschalten, stellen Sie ihm Ihre Frage in eigenen Worten. Er antwortet aus zusammengefassten Werten Ihrer Daten, mit Zahlen, Ursachen und nächsten Schritten. Es gibt ihn ab dem Tarif Business.

  • Fragen zu Ihren Daten: Wo ist die Lücke am größten, was erklärt sie, wo fehlen Angaben?
  • Handlungsempfehlungen: was zu prüfen, zu begründen oder anzupassen ist
  • Fragen zur Richtlinie und zu paygaps, mit Link zum passenden Hilfeartikel
  • Nur lesend: Der Assistent liest die Daten Ihrer Organisation und ändert nichts. Eine Lücke nennt er erst ab sechs Frauen und sechs Männern.

Antworten erstellt eine KI. Prüfen Sie wichtige Aussagen; der Assistent ist keine Rechtsberatung.

Assistent

Gekürztes Beispiel mit Beispielwerten

In welcher Vergleichsgruppe ist die Entgeltlücke am größten, und welche Gruppen liegen über 5 %?

Zwei Vergleichsgruppen liegen über der Schwelle von 5 %. Die größte Lücke hat Vergleichsgruppe 5 mit 6,4 %.

  • VG512 W · 19 M+6,4 %
  • VG39 W · 9 M+5,2 %

In VG5 hat die Stelle Produktmanager:in die größte Lücke: +11,8 % bei 6 Frauen und 7 Männern.

Nächster Schritt: Prüfen Sie für diese Stelle, ob sich der Unterschied sachlich und geschlechtsneutral begründen lässt. Wenn ja, halten Sie die Begründung fest. Sonst prüfen Sie eine Anpassung der Gehälter.

Frage an den Assistenten

KI-generiert

Checkliste

Checkliste: Ist Ihre Entgeltanalyse belastbar?

Mit diesen sechs Punkten prüfen Sie, ob Ihre Zahlen für Bericht, Betriebsrat und Auskünfte tragen.

  • Alle Bestandteile erfasstGrundgehalt, Bonus, Zulagen und Sachbezüge sind importiert.
  • Auf Vollzeit umgerechnetTeilzeitgehälter sind auf die Regelarbeitszeit hochgerechnet.
  • Vergleichsgruppen gebildetDie Lücke wird innerhalb gleichwertiger Arbeit gemessen.
  • Mittelwert und MedianBeide Kennzahlen liegen vor, wie Art. 9 es verlangt.
  • Bereinigung begründetDie Merkmale im OLS-Modell sind bewusst gewählt.
  • Lücken ab 5 % bearbeitetJede Lücke über der Schwelle ist begründet oder eine Anpassung ist geplant.

Ihre erste Entgeltanalyse machen wir gemeinsam.

In 30 Minuten zeigen wir Ihnen die Analyse an Ihrem eigenen Beispiel.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Entgeltlücke

Zu Berechnung, Bereinigung und Bericht.

Man zieht das durchschnittliche Entgelt der Frauen von dem der Männer ab, teilt das Ergebnis durch das durchschnittliche Entgelt der Männer und nimmt es mal 100. Verdienen Männer im Durchschnitt 60.000 € und Frauen 54.000 €, beträgt die Lücke 10 Prozent. paygaps rechnet alle Gehälter vorher auf Vollzeit um und weist zusätzlich den Median aus.

Die unbereinigte Lücke vergleicht alle Frauen mit allen Männern im Unternehmen; sie ist die Pflichtangabe im Entgeltbericht. Die bereinigte Lücke vergleicht Frauen und Männer mit gleichen Merkmalen, etwa in derselben Vergleichsgruppe und mit gleicher Berufserfahrung. Sie hilft bei der Suche nach Ursachen, ist aber keine Rechtfertigung.

OLS steht für Ordinary Least Squares, die Methode der kleinsten Quadrate. paygaps schätzt mit einer Regression auf das logarithmierte Gehalt, wie stark einzelne Merkmale das Entgelt beeinflussen. Was übrig bleibt, ist die OLS-bereinigte Lücke, angegeben mit 95-%-Intervall und Belastbarkeit.

Sieben Angaben: die Lücke im Durchschnitt und im Median, jeweils auch für ergänzende oder variable Bestandteile, der Anteil der Frauen und Männer mit solchen Bestandteilen, der Anteil je Entgeltquartil und die Lücke je Gruppe von Arbeitnehmern nach Grundentgelt und variablen Bestandteilen. Die ersten sechs gelten für das ganze Unternehmen, die letzte je Gruppe.

Nach Art. 10 der Richtlinie (EU) 2023/970 folgt eine gemeinsame Entgeltbewertung mit der Arbeitnehmervertretung, wenn die Lücke in einer Gruppe mindestens 5 Prozent beträgt, nicht durch objektive, geschlechtsneutrale Kriterien gerechtfertigt ist und nicht innerhalb von sechs Monaten nach dem Bericht behoben wurde. Stand 06.11.2026: Die Richtlinie (EU) 2023/970 hätte bis zum 07.06.2026 umgesetzt sein müssen. Deutschland hat die Frist verpasst, ein Umsetzungsgesetz ist nicht beschlossen.

Es zählt jede beschäftigte Person mit mindestens einem ganz bezahlten Monat im Zeitraum, auch wer erst im März eingetreten oder ab August in Elternzeit ist. Auszubildende, Minijobs, Midijobs, Werkstudierende, Geschäftsführung und befristet Beschäftigte sind dabei, Pflichtpraktika und freie Mitarbeit nicht. Monate mit Kurzarbeit, Mutterschutz, Krankengeld oder einer Abwesenheit wie Elternzeit zählen nicht für den Jahreswert. Wer im ganzen Zeitraum keinen ganz bezahlten Monat hat, bleibt in den Listen und steht neben der Lücke als nicht enthalten. Beschäftigte mit dem Geschlechtseintrag divers stehen auf keiner der beiden Seiten des Vergleichs und werden getrennt ausgewiesen.

Analyse und Jahresbericht folgen derselben Regel, aber nicht demselben Zeitraum. Der Jahresbericht meldet ein abgeschlossenes Kalenderjahr, in der Regel das Vorjahr. Die Analyse zeigt als Vorgabe die zwölf Monate bis zum letzten abgerechneten Monat. Wählen Sie in der Analyse dasselbe Kalenderjahr, rechnet sie über denselben Zeitraum wie der Bericht.

Ja. Den Jahresbericht laden Sie als PDF, als Word-Datei zum Bearbeiten oder als CSV mit den Zahlen; die CSV-Datei öffnet Excel mit richtigen Umlauten. In der Analyse speichern Sie Diagramme als Bild und Tabellen wie die Lückenmatrix als CSV. Paarvergleiche gibt es als PDF oder Word.

Der paygaps-Assistent ist optional und muss eingeschaltet werden; es gibt ihn in den Tarifen Business und Enterprise. Er beantwortet Fragen zu Ihren Daten, etwa wo die Lücke am größten ist und was sie erklärt, nennt nächste Schritte und beantwortet Fragen zur Richtlinie und zu paygaps. Er liest nur die Daten Ihrer Organisation und ändert nichts. Seine Antworten sind keine Rechtsberatung.

Aktualisiert am

Leon Sittel, Co-Founder & CEO von paygaps

Kontakt

Lassen Sie uns über Ihren Fall sprechen.

Wir sprechen über Ihren aktuellen Stand bei der Entgelttransparenz, über Ihre Datenquellen und über Besonderheiten wie Tarifverträge oder einen Betriebsrat. Danach wissen Sie, ob paygaps zu Ihnen passt.

Leon Sittel

Co-Founder & CEO

leon.sittel@paygaps.de