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Entgeltbericht

Wie erstellen Sie den Entgeltbericht nach Art. 9?

Der Entgeltbericht nach Art. 9 der Richtlinie (EU) 2023/970 zeigt in sieben Pflichtangaben, wie sich das Entgelt von Frauen und Männern in Ihrem Unternehmen unterscheidet. Nach der Richtlinie berichten Arbeitgeber ab 100 Beschäftigten, die ersten ab 150 Beschäftigten bis 7. Juni 2027. paygaps rechnet die Angaben aus Ihren Gehaltsdaten und gibt den Bericht als PDF, Word und CSV aus.

Stand 27.09.2026, Termine nach Art. 9 der Richtlinie.

Erste Berichte ab 150bis 07.06.2027
Daniel, Geschäftsführung
bestätigt die Richtigkeit

Art. 9 Abs. 1

Was muss im Entgeltbericht stehen?

Art. 9 Abs. 1 der Richtlinie (EU) 2023/970 verlangt sieben Angaben, Buchstabe a bis g. Die Angaben a bis f gelten für das ganze Unternehmen, die Angabe g je Gruppe gleichwertiger Arbeit. Die rechte Spalte zeigt, wie paygaps jeden Wert rechnet; die Formeln stehen in der Methodik von paygaps, ein Rechenbeispiel unter Was eine Pay-Gap-Software rechnen muss.

Pflichtangaben des Entgeltberichts nach Art. 9 Abs. 1 der Richtlinie (EU) 2023/970
Buchst.PflichtangabeSo rechnet paygaps
aEntgeltlücke, MittelwertGesamtvergütung je Geschlecht, auf Vollzeit umgerechnet, über das ganze Unternehmen
bEntgeltlücke bei ergänzenden oder variablen Bestandteilen, MittelwertBonus, Sachbezüge und Zulagen; wer nichts davon erhält, zählt mit null
cEntgeltlücke, MedianWie a, als mittlerer Wert statt Durchschnitt
dEntgeltlücke bei ergänzenden oder variablen Bestandteilen, MedianWie b, als mittlerer Wert
eAnteil der Frauen und Männer mit ergänzenden oder variablen BestandteilenJe Topf: Bonus, Sachbezüge und Zulagen, als Anteil der Frauen und Männer, die ihn bekommen
fAnteil der Frauen und Männer in jedem EntgeltquartilVier gleich große Gruppen nach Vollzeit-Gesamtvergütung, vom 1. bis 4. Quartil
gEntgeltlücke nach Arbeitnehmerkategorien, getrennt nach Grundentgelt und variablen BestandteilenJe Vergleichsgruppe aus der Stellenbewertung, Mittelwert und Median

Fristen

Wann ist Ihr erster Bericht fällig?

Die Richtlinie staffelt die erste Frist und den Turnus nach der Zahl der Beschäftigten (Art. 9). Bis zum deutschen Umsetzungsgesetz gilt für private Arbeitgeber das Entgelttransparenzgesetz: Dort berichten nur Arbeitgeber mit mehr als 500 Beschäftigten, die einen Lagebericht erstellen müssen (§ 21 EntgTranspG). Welche Pflichten für Ihre Größe gelten, zeigt der Betroffenheits-Check.

Ab 250 Beschäftigte
Erster Bericht bis 7. Juni 2027 für das Jahr 2026, danach jährlich
150 bis 249 Beschäftigte
Erster Bericht bis 7. Juni 2027, danach alle drei Jahre
100 bis 149 Beschäftigte
Erster Bericht bis 7. Juni 2031, danach alle drei Jahre
Unter 100 Beschäftigte
Kein Pflichtbericht, freiwillig möglich
Alle Fristen der Richtlinie im Leitfaden
Zwei Kolleginnen lesen Unterlagen am BesprechungstischKI-generiertes Bild
  • Die Geschäftsleitung bestätigt die Richtigkeit der Angaben, nachdem sie die Arbeitnehmervertretung angehört hat (Art. 9 Abs. 6).

  • Die zuständige Überwachungsstelle (Art. 9 Abs. 7). Welche Stelle das in Deutschland ist, legt das Umsetzungsgesetz noch fest. Sie dürfen die Angaben a bis f auch veröffentlichen.

  • Alle Beschäftigten und die Arbeitnehmervertretung (Art. 9 Abs. 9). Angabe g ist die Lücke je Gruppe gleichwertiger Arbeit, getrennt nach Grundentgelt und variablen Bestandteilen.

5 %

Zeigt der Bericht in einer Gruppe 5 % Lücke oder mehr, kann nach Art. 10 eine gemeinsame Entgeltbewertung folgen.

Gemeint ist eine Gruppe gleichwertiger Arbeit im Bericht. Gerechtfertigt ist die Lücke nur mit objektiven, geschlechtsneutralen Kriterien. Ist sie das nicht und sechs Monate nach dem Bericht nicht behoben, bewerten Sie die Entgelte gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung.

Artikel 10 der Richtlinie (EU) 2023/970

Frau prüft ausgedruckte GehaltstabellenKI-generiertes Bild

So erstellen Sie den Entgeltbericht in paygaps

Der Bericht heißt in paygaps Jahresbericht. Er folgt der Reihenfolge von Art. 9 Abs. 1 und gilt für ein Berichtsjahr, das Sie wählen.

  • Wer in die Lücke zählt

    Beschäftigte, die im Berichtsjahr ein volles Jahr vergütet wurden. Wer kein volles Jahr hat, nennt der Bericht gesondert; Teiljahre rechnet paygaps nie hoch. Zahlungen wie Abfindungen stehen nachrichtlich im Bericht, nicht in der Lücke.

  • Dieselben Daten wie die Analyse

    Der Bericht liest dieselbe Gesamtvergütung und dieselben Vergleichsgruppen wie die Messung der Entgeltlücke je Gruppe; die Gruppen entstehen aus der Stellenbewertung. Je Gruppe zeigt er, ob Sie eine Begründung oder einen Aktionsplan hinterlegt haben, wie beim Schließen der Entgeltlücke beschrieben.

  • Keine Zahl unter drei Personen

    Sind in einer Gruppe weniger als drei Frauen oder drei Männer, steht dort keine Zahl. So lässt sich kein einzelnes Gehalt zurückrechnen. Euro-Beträge enthält der Bericht nicht.

  • Ergänzende Auswertungen

    Neben den Pflichtangaben zeigt der Bericht die Lücke je Bestandteil (Grundgehalt, Bonus, Sachbezüge, Zulagen) und eine bereinigte Lücke: ab 30 Personen und sechs je Geschlecht per Regression (OLS), sonst erfahrungsbereinigt. Maßstab für Art. 10 bleibt die unbereinigte Lücke.

  • Bestätigung mit Person und Datum

    Eine berechtigte Person bestätigt die Richtigkeit, mit einer Anmerkung. paygaps speichert jede Bestätigung je Berichtsjahr mit Person und Datum im Audit-Log. Die Anhörung der Arbeitnehmervertretung halten Sie außerhalb von paygaps fest.

  • Export als PDF, Word und CSV

    Das PDF enthält Kurzüberblick und Pflichtangaben mit Diagrammen, die Word-Datei denselben Inhalt zum Weiterbearbeiten, die CSV-Datei die Zahlen als Tabelle. Den Versand an Überwachungsstelle, Beschäftigte und Arbeitnehmervertretung übernehmen Sie.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Entgeltbericht

Der Mittelwert ist der Durchschnitt aller Entgelte, einzelne sehr hohe Gehälter ziehen ihn nach oben. Der Median ist das mittlere Entgelt, wenn man alle der Größe nach ordnet, er bleibt von Ausreißern unberührt.

So nennt Art. 9 Abs. 1 Buchstabe g die Gruppen von Beschäftigten, die gleiche oder gleichwertige Arbeit leisten. Ob Arbeit gleichwertig ist, richtet sich nach Kompetenzen, Belastungen, Verantwortung und Arbeitsbedingungen. In paygaps sind das die Vergleichsgruppen aus der Stellenbewertung: Stellen mit ähnlich vielen Punkten nach diesen vier Kriterien.

Ja. Teilzeitgehälter rechnet paygaps auf Vollzeit um, damit der Bericht die Bezahlung vergleicht und nicht die Arbeitszeit. Auszubildende zählen wie alle anderen Beschäftigten mit.

Ja. paygaps rechnet den Bericht für jedes Jahr, für das Gehaltsdaten vorliegen. Ist für das gewählte Jahr nach Ihrer Unternehmensgröße kein Bericht fällig, weist paygaps darauf hin. Die Größe tragen Sie im Organisationsprofil ein.

Er ist in jedem Tarif enthalten, auch im Testzugang. Die Preise richten sich nach der Zahl der Beschäftigten.

Demo, 45 Minuten

Einen Entgeltbericht mit Beispieldaten ansehen

In einer Demo zeigen wir in 45 Minuten den Bericht nach Art. 9 mit allen sieben Pflichtangaben.
Zwei Kollegen sehen gemeinsam auf ein TabletKI-generiertes Bild